Meditationswerkstatt
Aufgrund unseres menschlichen Körpers haben wir einen sehr kostbaren Geist mit hoher Intelligenz; wir verfügen über einen kraftvollen Verstand. Den müssen wir nutzen. Indem wir Meditation üben, nutzen wir unseren Geist auf sehr wertvolle Weise. Andererseits könnten wir uns natürlich auch viele Gedanken machen über die Vergangenheit; Sorgen um die Zukunft, Befürchtungen zur Gegenwart. So vieles an Gedanken und Sorgen könnten wir wälzen, solange bis unser Geist ganz niedergeschlagen ist, und kraftlos. Das wäre eine seltsame Art, dieses Leben zu nutzen.
Wenn Du gern einmal verschiedene Meditationen der tibetisch-buddhistischen Tradition zu Mitgefühl und Liebe, Geduld, Abhängigem Entstehen etc., und auch Techniken zur konzentrativen Meditation ausprobieren möchtest, bist Du herzlich eingeladen!
Nicht nur BuddhistInnen sind willkommen; ich erkläre die Meditationen zwar nach tibetisch-buddhistischer Tradition, aber Du entscheidest selbst, was Dich davon anspricht, für Dich nützlich ist und zu Deinem eigenen spirituellen/religiösen Hintergrund passt.
1 Wir sollten etwas tun, das hilfreich ist; so viel ist sicher.
1 Allerdings werden wir nichts erreichen, das großen Wert hätte,
wenn wir nur unsere eigenen Ziele im Sinn haben.
2 Deshalb benötigen wir unbedingt beides:
den Wunsch, uns selbst zu helfen - und anderen.
Es wird aber schwer sein, Handlungen zu Ende zu bringen, wenn uns die Entschlossenheit dazu fehlt.
3 Deshalb geht es nicht ohne den festen Vorsatz.
Fehlt uns aber der Mut, das starke Herz,
dann werden wir nichts von Bedeutung erreichen.
4 Also brauchen wir unbedingt Mut.
Wenn wir aber nicht geschickt vorzugehen wissen,
dann meinen wir es vielleicht ehrlich -
wir werden trotzdem in Abgründe stürzen.
5 Wir brauchen also Geschick. So viel ist sicher.
Wenn uns aber die Weisheit fehlt, das Verstehen -
dann mögen wir zwar mitfühlend sein, voller Liebe,
doch es wird schwer sein, die entscheidende Hilfe zu geben.
6 Deshalb benötigen wir Weisheit.
Doch ohne etwas zu lernen, werden wir all diese Eigenschaften kaum authentisch in uns entstehen lassen.
7 Deshalb müssen wir lernen. So viel ist sicher.
Ohne harmonische Beziehungen aber wird es unmöglich sein, die Kraft aufzubringen, etwas Gutes zu tun.
Darum sind wir angewiesen auf unsere Freunde.
(Geshe Pema Samten 2013)